Warum wir in Deutschland mehr Unternehmer*innen brauchen

Ein prägendes Erlebnis

Knapp eine Stunden lang herrscht absolute Ruhe im Max-Kade-Auditorium der Freien Universität von Berlin. Über eintausend Menschen hören gebannt einer etwas schrullig wirkenden Person auf der Bühne zu. Nur ab und zu wird die Stille durch schallendes Gelächter unterbrochen. Die Person steht in einer ausgewaschenen roten Jacke auf der Bühne. Darunter: ein beiges Hemd, leicht zerknittert. Wild tanzen silbergraue Locken auf ihrem Kopf.

Nach ein paar Sätzen habe ich mich an den ausgeprägten österreichischen Dialekt gewöhnt und werde durch die außergewöhnliche Erzählweise des Sprechers immer weiter in den Bann gezogen. Unterhaltsame Anekdoten aus dem Leben des Protagonisten wechseln sich ab mit Rilke-Gedichten und der Schilderung unfassbarer Geschehnisse aus Behörden und Bankenwesen.

Der Österreicher Heini Staudinger, Schuhproduzent und Freigeist, erzählt in seiner Keynote beim Entrepreneurship Summit in Berlin seine Geschichte mit den GEA Schuhwerken. Ich lerne, wie ein Unternehmer durch sein Handeln die Welt – in diesem Fall das strukturschwache Waldviertel – zu einem besseren Ort macht.

An diesem Oktobertag im Jahr 2013 erlebe ich mit dem Vortrag von Heini Staudinger den Abschluss einer Veranstaltung, die mich als Unternehmer bisher am meisten geprägt hat. Auf dem Entrepreneurship Summit von Günter Faltin und der Stiftung für Entrepreneurship habe ich gelernt, dass Unternehmertum und Wirtschaft auch ganz anders funktionieren können, als wir das bisher erleben. Unternehmertum hat viel mit Kreativität zu tun. Als Unternehmer sind wir Künstlern viel näher als Konzernmanagern in teuren Maßanzügen. Und als Unternehmer können wir die Welt verbessern. Wenn es also in Deutschland mehr Unternehmerinnen und Unternehmer wie Heini Staudinger gäbe, dann könnten viele große Probleme unserer Zeit gelöst werden.

Mit diesem Artikel möchte ich dir einen Denkanstoß anbieten. Du erfährst drei Beispiele für große Probleme unsere Zeit, die auch in Deutschland existieren. Und ich argumentiere, warum Unternehmer am besten geeignet sind, um solche Probleme zu lösen. Dafür zeige ich drei Wege, wie wir als Unternehmer soziale und ökologische Probleme lösen können.

3 Beispiele für Probleme in Deutschland

Von welchen Problemen spreche ich eigentlich? Ich beziehe mich sowohl auf regionale und lokale Missstände als auch auf die großen Herausforderungen unserer Zeit. Davon gibt es leider mehr als genug. Drei dieser Herausforderungen möchte ich beispielhaft darstellen.

1. Der Klimawandel

Aus meiner Sicht existieren unstrittige Beweise dafür, dass wir Menschen das weltweite Klima nachhaltig verändern. In einigen Regionen der Welt sind die Auswirkungen heute schon spürbar. Andere Regionen werden in den nächsten Jahrzehnten gravierende klimatische Veränderungen erleben und mit den Auswirkungen zu kämpfen haben.

Die Erderwärmung lässt das Eis der Polregionen schmelzen. Der Meeresspiegel wird daraufhin spürbar steigen, was zur Überflutung zahlreicher Küstenregionen auf der ganzen Welt führen kann. Gleichzeitig werden heute noch fruchtbare Landschaften austrocknen und versteppen. Wasser wird zu einem knappen Rohstoff. Kriege um Wasser sind die Folge.

Der Klimawandel ist ein zentraler Grund für das Aussterben unzähliger Arten. Was das Verschwinden von Pflanzen und Tieren von unserem Planeten für unser eigenes Leben bedeutet, können wir noch gar nicht abschätzen. Wir können es vielleicht erahnen, schauen wir nur auf das Bienen- und Insektensterben und dessen Auswirkung auf den Anbau von Obst und Gemüse.

2. Die Überalterung der Gesellschaft

Ich finde es sehr erfreulich, dass wir Menschen immer älter werden. Unsere moderne Welt bietet uns zudem viele Möglichkeiten, uns als Individuum auszuleben. Eine Folge unseres Individualitätswunsches ist der Geburtenrückgang in Deutschland. Dieser und die erhöhte Lebenserwartung verändern seit einigen Jahrzehnten die Altersstruktur in unserer Gesellschaft. Das schafft in einer Gesellschaftsordnung wie der unseren große Probleme.

Wie kann man die Versorgung alter Menschen sicherstellen, wenn es weniger Junge gibt? Wie kann Altersarmut verhindert werden? Wie können ältere Menschen Wertschätzung in einer Gesellschaft erleben, die stark durch materielles Leistungsdenken geprägt ist?

Für viele solcher Fragen fehlen heute Antworten. Auf lange Sicht kann diese Entwicklung unsere Gesellschaft gefährden.

Das Müllproblem

Wir Menschen sind die einzige Art auf der Welt, die Müll produziert. Alle anderen Organismen kennen das Prinzip “Abfall” gar nicht. Alles Materielle befindet sich in einem immer währenden Kreislauf aus der Umwandlung von einem Zustand zum nächsten. Organischer Abfall einer Pflanze dient Würmern und Insekten als Nahrung. Deren Ausscheidungen bilden wiederum die Grundlage für das Wachstum neuer Pflanzen.

Wir Menschen verarbeiten eine Vielzahl organischer und anorganischer Stoffe in industriellen Prozessen zu Objekten, deren Reste nach Gebrauch auch innerhalb vieler Jahrtausende keiner anderen Lebensform einen Nutzen stiften. Statt dessen zerstören diese Abfälle Lebensräume und Organismen.

Das sorgfältig geplante Anfertigen von Dingen unterscheidet uns Menschen von der restlichen Tierwelt. Auch andere Arten verwenden Material aus ihrer Umgebung, zum Beispiel um an Futter zu gelangen. Doch aufgrund unseres ausgeprägten Vorstellungsvermögens können wir hochkomplexe Produkte erschaffen.

Viele Jahrtausende dienten diese Produkte der Verbesserung unserer Lebensbedingungen. Nach ihrer Nutzungsdauer ließen sie sich wieder in ihre Bestandteile zerlegen. Diese standen so für eine erneute Verwendung zur Verfügung. Heute ist das anders. Die mit Abstand meisten Produkte tragen nicht oder nur unwesentlich dazu bei, dass sich unser Leben verbessert. Konsum ist von großen Konzernen und der Politik zu einem Lebensstil erhoben worden. Die Folge: Wir wissen gar nicht mehr wohin mit den Müllmassen, die exponentiell wachsen.

Warum Unternehmer die besten Problemlöser sind

Wer könnte die Probleme lösen?

Mit diesen Beispielen erzähle ich dir nichts Neues. Wir erfassen diese Probleme auch meist intellektuell – mal abgesehen von den Menschen, die sich heute immer noch nicht vorstellen können, dass wir zum Großteil Verursacher des Klimawandels sind. Doch erscheinen uns solche Probleme oft zu komplex oder zu weit weg, als das wir uns tiefgründig damit beschäftigen könnten. Im schlimmsten Fall fühlen wir uns machtlos mit unseren Anliegen gegenüber großen Konzernen oder dem Staat.

Doch wer könnte solche Probleme denn überhaupt lösen?

NGOs

Umweltprobleme? Soziale Themen? Wer kann helfen? Da fallen vielen Menschen reflexartig regierungsunabhängige Organisationen ein – die NGOs. Sind NGOs geeignet, um die großen Probleme unserer Zeit zu lösen?

Die meisten Menschen, die ich im Zusammenhang mit NGOs kennengelernt habe, sind stark humanistisch oder ökologisch engagiert. Sie sehen ihre Mitarbeit für ein NGO als Weg, selbst etwas Positives für die Welt beizutragen. Ich denke jedoch, dass die Wirksamkeit von NGOs systembedingt begrenzt ist. Aufgrund ihres Anspruches, keine Gewinne zu erwirtschaften, finanzieren NGOs sich hauptsächlich durch Spenden. Das Prinzip der Spendenfinanzierung hat zwei Nachteile:

  1. Eine Organisation, die sich vom Geld Dritter finanziert, kann nicht unabhängig entscheiden und handeln.
  2. Um wirksam Handeln zu können, muss die Organisation eine gewisse Größe erlangen. Mit zunehmender Größe wächst auch die Bürokratie. Mehr Spenden müssen eingeworben werden. Die Abhängigkeit von Großspendern wächst.

Aus meiner Sicht haben NGOs ihre Stärken bei der akuten Linderung von Notlagen. Sie sind sehr gut darin, bei Naturkatastrophen oder humanitären Desastern schnell und wirksam Hilfe zu leisten. Mir ist hingegen kein Beispiel bekannt, wo eines der großen Probleme unserer Zeit durch eine Nonprofit-Organisation an der Wurzel gepackt und behoben werden konnte.

Politik

In unserer demokratischen Gesellschaft werden individuelle Personen von der Bevölkerung beauftragt, durch politisches Handeln dem Wohle Aller zu dienen. Sind also diese Politikerinnen und Politiker diejenigen, die unsere ökologischen und gesellschaftlichen Probleme lösen können?

Meine Antwort ist, sie könnten und sollten es sein – doch allzu oft sind sie es leider nicht. Die Gründe sind vielfältig. Sie haben mit dem System “Politik” zu tun und damit, welche Eigenschaften nötig sind, um in diesem System in Positionen zu kommen, die wirksames Handeln ermöglichen. Am ehesten funktioniert die Politik als Problemlöserin im kleinen lokalen Handlungsraum. Ich denke da an engagierte Personen, die als Lokalpolitiker in Städten, Stadtteilen und Gemeinden hauptsächlich das Wohl ihrer lokalen Wählerschaft im Sinne haben.

Leider scheint sich das zu ändern, je größer die geografische Reichweite einer politischen Position wird. Sobald diese Reichweite über lokale Wirkungsorte hinausgeht, wird aus meiner Sicht tendenziell mehr Klientelpolitik betrieben. Ich vermute den Grund dafür hinter den Motiven, die viele Menschen dazu antreiben, höhere Posten in der Politik anzustreben. Oft scheint der Wunsch, wiedergewählt zu werden das Handeln politischer Personen stärker zu beeinflussen als das Gemeinwohl der Menschen ein einer Region, einem Bundesland oder dem Staat.

Mit zeigt die Geschichte der letzten 70 Jahre, von denen ich selbst rund 40 Jahre in zwei unterschiedlichen politischen Systemen erlebt habe, dass “die Politik” – also die Mehrheit der politisch tätigen Personen im Lande – unsere drängendsten Probleme nicht lösen wird.

Konzerne

Konzerne agieren weltweit. Sie beschäftigen viele Tausend Menschen und verfügen oft über jede Menge Kapital. Alles beste Voraussetzungen, um komplexe Probleme auf unserem Planeten zu lösen. Doch eine entscheidende Zutat fehlt den Konzernen: das Motiv.

Konzerne, meist börsennotierte Organisationen, sind vor allem einem Ziel verpflichtet: das Kapital ihrer Anteilseigner, der Aktionäre, zu vermehren. Der persönliche Erfolg von Personen in Führungspositionen in einem Konzern hängt wesentlich davon ab, wie gut die Person ihr Handeln dem übergeordneten Ziel anpasst. Als Maß für die Kapitalvermehrung der Aktionäre gilt der Aktienkurs des Konzerns. Dieser unterliegt häufig starken kurzfristigen Schwankungen. Entsprechend kurzfristig ist der Entscheidungs- und Handlungshorizont der Konzernlenker ausgerichtet.

Wollen wir soziale oder ökologische Probleme lösen, ist das oft mit weitsichtigen Investitionen verbunden. Das widerspricht der DNA von Konzernen von Grund auf. Sie werden die großen Probleme unserer Zeit also nicht lösen. Vielmehr sind sie ein wesentlicher Grund für die Entstehung solcher Probleme.

Unternehmer

Zum Glück wird unsere Wirtschaft nicht nur von Konzernen bestimmt. Gerade in Deutschland bildet der Mittelstand – kleine und mittlere Unternehmen – das Rückgrat der Gesellschaft. Im Gegensatz zu börsennotierten Aktiengesellschaften sind kleine und mittlere Unternehmen oft nur wenigen Eigentümern gegenüber verpflichtet. Es sind Familienbetriebe, inhabergeführte Geschäfte und Einzelunternehmen, die einen großen Teil der Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze in Deutschland schaffen.

Als Inhaber eines Kleinunternehmens möchten wir Gewinne erzielen. Sie sind unsere Lebensgrundlage. Ohne Gewinne kann unser Geschäft nicht wachsen. Ohne wirtschaftliche Freiheit kann der Unternehmer nicht frei entscheiden und handeln.

Nun lernen wir in der klassischen Wirtschaftsliteratur, dass die Maximierung des Gewinnes das Ziel eines Unternehmens sei. Doch das halte ich für falsch. Erfolgreiche Unternehmer wie Heini Staudinger zeigen, dass Unternehmertum anders sein kann. Als Unternehmer haben wir die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für die Menschen, mit denen wir arbeiten. Verantwortung für die Natur und für die Gemeinschaft.

Wie können wir als Unternehmer große Probleme lösen?

Welche Möglichkeit haben wir als Unternehmer, einen Beitrag zur Lösung der Probleme unserer Zeit zu leisten? Mir fallen sofort drei Wege ein, die wir als Unternehmer gehen können:

  1. Schlaue Geschäftsmodelle
  2. Soziales / ökologisches Unternehmertum
  3. Ehrenamtliches Engagement

Schlaue Geschäftsmodelle

Als Unternehmer werden wir dann erfolgreich, wenn wir die Probleme anderer Menschen lösen. Unternehmer sind Kreative. Sie sehen Probleme als Chancen und entwickeln Innovationen, um Probleme zu lösen. Dieses Prinzip kann natürlich auch für die großen humanitären oder ökologischen Probleme gelten. Warum also nicht Geschäftsmodelle dafür entwickeln?

Ein weltweiter Vorreiter dieser Idee ist der Belgier Gunter Pauli. In seinem Buch The Blue Economy beschreibt er 100 innovative Geschäftsmodelle, die aus Ressourcenknappheit Fülle erzeugen können und das mit Rohstoffen, die lokal verfügbar sind. Der Schlüssel der Geschäftsmodelle ist die Kombination voneinander scheinbar unabhängiger Umweltprobleme mit technischen open-source Lösungen, die auf natürlichen physikalischen Prozessen basieren.

Eine der Innovationen, die Pauli beschreibt, verbessert die Lebenssituation von Kaffeebauern in Kolumbien. Nur wenige Menschen wissen, dass geschätzte 99,7 Prozent der gesamten Biomasse einer Kaffeepflanze während der Ernte, der Verarbeitung, des Röstens und des Kaffekochens verschwendet werden. Lediglich 0,2 Prozent der Biomasse erzeugen Wert am Kaffeemarkt. Der Rest ist koffeinhaltiger Abfall. Millionen Tonnen organischer Abfall verrotten jährlich ungenutzt und setzen dabei jede Menge Methangase frei. Kaffee ist damit einer der abfallträchtigsten Konsumartikel.

Der Abfall der Kaffeeproduktion kann jedoch für innovative Produkte genutzt werden. So lässt sich zu Mikrofasern verkleinerter Kaffeeabfall in PVC-Recycling-T-Shirts einweben – ein natürlicher Geruchsschutz für funktionale Kleidung, ganz ohne Chemie. Mit dem gleiche Prinzip werden Teppiche hergestellt, die unangenehme Raumgerüche verhindern. Und Kaffeeabfall kann noch mehr. Man hat herausgefunden, dass auf Kaffeeabfall hervorragend Pilze wachsen. Der Abfall wirkt anti-bakteriell und der sehr hohe Energieverbrauch bei der Bakterienreduktion von Pilzsubstrat kann so um 80 Prozent verringert werden.

Von diesem Kaliber beschreibt Gunter Pauli mittlerweile über 200 Innovationen, die bereits praktisch realisiert werden. Ich finde das unfassbar inspirierend. Und es braucht Unternehmerinnen und Unternehmer, die solche schlauen Geschäftsmodelle ausarbeiten und umsetzen.

Soziales und Ökologisches Unternehmertum

Als Sozialunternehmen (Social Business), bezeichnen wir Unternehmen, die die Verbesserung eines sozialen oder ökologischen Missstandes zum Zweck des Unternehmens erhoben haben. Gewinnerzielung ist dafür notwendig, aber lediglich als Mittel zum Zweck. Im Unterschied zu spendenfinanzierten Nonprofit-Organisationen wirtschaftet ein Sozialunternehmen wie jedes andere Unternehmen auch. Dadurch bleibt es wirtschaftlich unabhängig und kann sich systematisch für die nachhaltige Lösung eines Problems einsetzen. Für mich ist Sozialunternehmertum die Königsdisziplin als Unternehmer. Wo sonst können wir gleichzeitig wahre Unternehmerfreiheit und tiefe persönliche Erfüllung finden?

Ein schönes Beispiel ist das deutsche Unternehmen auticon, das mit mittlerweile 18 Niederlassungen weltweit agiert. Bei auticon sind 70 Prozent der Mitarbeiter*innen Menschen aus dem autistischen Spektrum. Sie unterstützen Kunden als IT Berater mit ihren speziellen Fähigkeiten in Bereichen wie Qualitätssicherung, Datenanalyse oder Softwareentwicklung. Auf diesem Weg kämpft auticon gegen das Problem, dass in Deutschland rund 85 Prozent aller Autisten arbeitslos sind – trotz guter Ausbildung.

Engagement von Unternehmern, die sich Ressourcen geschaffen haben

Der vielleicht einfachste aber nicht minder effektive Weg ist, sich wirksam ehrenamtlich zu engagieren. Dazu muss man kein Unternehmer sein. Doch wenn wir ein Unternehmen erfolgreich führen, dann kann uns das zwei entscheidende Vorteile bringen, die wir in der Regel nicht in einem Angestelltenverhältnis erlangen:

  1. Finanzielle Freiheit
  2. Selbstbestimmtes Leben

Finanzielle Freiheit haben wir erreicht, wenn wir für den Verdienst des Lebensunterhalts für uns und unsere Familie nicht mehr unsere Lebenszeit eintauschen müssen. Finanzielle Freiheit führt zu Aspekt Nummer 2, einem selbstbestimmten Leben. Haben wir unser Unternehmen so entwickelt, dass es profitabel ist und unabhängig von uns als Person funktioniert, dann können wir jeden Tag selbstbestimmt gestalten. Völlig frei von wirtschaftlichen Zwängen.

Auf dieser Basis haben wir die perfekte Grundlage, um uns den Dingen zu widmen, die uns am Herzen liegen. Wir können unsere Zeit und unser Geld dafür einsetzen, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Und genau das geschieht, meist auf regionaler Ebene, schon tausendfach in Deutschland.

Fazit

Mit diesem Artikel möchte ich eine Lanze für das Unternehmertum brechen. Denn Unternehmer bringen den Fortschritt in die Welt. Und dieser Fortschritt muss nicht auf nutzlose Konsumartikel beschränkt sein. Als Unternehmer sind wir die Akteure in unserer Gesellschaft, die soziale und ökologische Probleme am wirkungsvollsten lösen können.

Wir haben uns drei der großen Probleme angeschaut: den Klimawandel, die Überalterung der Gesellschaft und das Müllproblem. Dann haben wir geschaut, wer diese Probleme denn theoretisch lösen könnte. Dabei haben wir festgestellt, dass weder die Politik, noch große Konzerne diese Probleme für uns lösen werden. NGOs sind stark bei der Nothilfe in akuten Katastrophensituationen. Doch auch sie können die Ursachen nicht wirksam bekämpfen.

Wir Unternehmer:innen sind die Akteure in unserer Gesellschaft, die mit Ideenreichtum, Mut und Machermentalität die Welt verbessern können.

Wir können das auf drei Wegen tun: mit schlauen Geschäftsmodellen, als Sozialunternehmer oder durch ehrenamtliches Engagement auf Basis der Ressourcen, die wir uns erschaffen haben. Wenn es also in Deutschland mehr Unternehmerinnen und Unternehmer gäbe, dann könnten auch mehr Menschen einen dieser Wege beschreiten. Und das hätte spürbar positive Auswirkungen für uns alle.

Es gibt schon jetzt viele inspirierende Beispiele, wie Unternehmer die Welt verbessern. Nicht Steve Jobs, Elon Musk oder Mark Zuckerberg sind meine Unternehmervorbilder. Mich inspirieren Menschen wie Gunter Pauli, Bodo Janssen von Upstalsboom oder Heini Staudinger. Den Vortrag von Heini Staudinger kannst du dir übrigens auf YouTube in voller Länge anschauen. Das empfehle ich dir von ganzem Herzen.

Veröffentlicht im Oktober 2020

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